Symphonies – Rigel
2009

Henri-Joseph Rigel

Concerto Köln, berühmt für aufsehenerregende Repertoire-Entdeckungen, entreißt mit dieser Neuaufnahme die französischen Sinfonien des Komponisten Henri-Joseph Rigel (1741–1799) der Vergessenheit. In vielfältiger Weise spiegeln diese Werke eine revolutionäre Zeit wider, in der sich bei allen Umwälzungen auch ein reges bürgerliches Konzertleben entwickelte. Bei den neuartigen „Concerts spirituels“ spielte Rigel, der im Jahr 1767 aus Deutschland nach Paris kam, eine bedeutende Rolle und konnte dem Stil der Zeit eine Facette hinzufügen, die beim Pariser Publikum sehr gut ankam. Hört man seine Symphonien, von den Kölnern wie gewohnt aufregend musiziert, erscheint es kaum nachvollziehbar, warum diese Musik heute nahezu unbekannt ist. Besonders erstaunlich daran ist die Vielfalt an Stimmungen und Farben, die von einem bloßen Erfüllen konventioneller Formen meilenweit entfernt ist. Diese Kreativität Rigels transportiert Concerto Köln mit unnachahmlicher Überzeugungskraft und stellt damit ein in jeder Hinsicht frisches Repertoire zur Diskussion.

 

Tracklisting
Henri-Joseph Rigel (1741-1799)
Sinfonie Nr. 4 c-moll op. 12 Nr. 4
Sinfonie Nr. 7 D-Dur
Sinfonie Nr. 8 g-moll
Sinfonie Nr. 14 F-Dur op. 21 Nr. 6
Sinfonie Nr. 10 d-moll op. 21 Nr. 2

 

Rezensionen
„Ausgegraben und mitreißend eingespielt vom Concerto Köln.“ (hr2 Kultur)

„Die Einspielung mit Concerto Köln kehrt die dämonischen wie die elegischen Seiten dieser Musik eindrucksvoll hervor. Rhythmisch pointiert, ohne Scheu vor Kontrasten, mit einer Reinheit im Ton und einer gelungenen Abstimmung zwischen den einzelnen Instrumentengruppen wird das Hören dieser CD zu einer spannenden Entdeckungsreise. Rigels Musik klingt auf eine gewisse Weise schonungslos modern. Sie hat nichts Betuliches, nichts Behäbiges. Sie bietet überraschende Wendungen und lebt von einer schwer bezähmbaren Vitalität. Concerto Köln ist ein idealer Führer durch Rigels Klangwelten.“
(NDR Kultur, März 2009)

„Henri-Joseph Rigel, eine Klassik-Entdeckung ersten Ranges, umso mehr, wenn so zupackend und pulsierend gespielt wird wie hier vom Concerto Köln.“
(Musik & Theater, Januar/Februar 2010)